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"Wir haben uns nicht ausgedacht, welche Nische wir bedienen wollen. Wir haben einfach unser eigenes Konzept entworfen." Vom Elan der Blattmacher war auch in der Fürther Kofferfabrik etwas zu spüren, als die erste Ausgabe des neuen Literaturmagazins "Laufschrift" der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Martin Langanke und Martin Droschke, zwei Studenten aus Fürth und Erlangen, sind die Herausgeber des Heftes, das sich in seiner ersten Ausgabe schwerpunktmäßig mit dem Thema "50 Jahre Kriegsende" beschäftigt. Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz widmen sich in lyrischen Stilformen und Prosa den unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen von Krieg und Gewalt.
Illustriert hat die "Laufschrift"-Premierenausgabe der Nürnberger Fotograf Norbert Pfahler, von dem ein Ausschnitt aus seinem Foto-Zyklus über die heute noch sichtbaren Reste des Konzentra-tionslagers Kaufering bei Landsberg die literarischen Texte ergänzt. [...]
Kriterium für die Aufnahme eines Autors in die Laufschrift [...] ist einzig und allein "literarische Qualität" [...]. Wie schwierig das Herausfiltern wirklich niveauvoller Beiträge sein kann, das erfuhren die Herausgeber schon nach dem Starten der ersten Schreibaufrufe in deutschsprachigen Literaturzeitschriften. "Wir haben von den 600 Einsendungen nur die Hälfte durchgelesen, die andere Hälfte für die nächste Ausgabe aufgespart", erzählt Martin Droschke, der ebenso wie Martin Langanke aus Augsburg stammt und bereits dort Erfahrung mit einer Literaturzeitschrift gesammelt hat. [...]
Obwohl sich "Laufschrift" als überregionale Literaturzeitschrift versteht, will das Redaktionsteam auf ein wenig Lokalkolorit nicht verzichten. Das Herz der Zeitschrift schlägt in der "Kofferfabrik", denn hier wurde die Idee von Martin Droschke, Martin Langanke, Norbert Pfahler und Christine Regenberg geboren, und hier finden auch die Redaktionssitzungen statt. [...]
Wann die zweite Ausgabe von "Laufschrift" herauskommen soll, wissen die Redakteure noch nicht genau. Zwei bis drei Ausgaben pro Jahr kann man sich zur Zeit vorstellen, wobei das Lustprinzip allem literarischen Ernst und allen finanziellen Zwängen zum Trotz eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt: "Jeder, der Lust darauf hat, kauft sich halt ein Heft." So einfach gründet man eine Literaturzeitschrift.
Fürther Nachrichten, Herbst 1995