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Darauf haben wir lange gewartet, auf die "Anweisungen zum korrekten Husten". Klar ist: "Jeder Mensch im Besitz eines Körpers ist in der Lage zu husten. Aber: "Woher wissen wir, ob jemand, der beispielsweise irgendwo husten muß, sich an die geltenden Hustenregeln hält? Ausländer, d. h. alle, die sich nicht in einem Land befinden, husten prinzipiell anders. Es ist daher unzulässig, in einem Land zu sein, bevor man mit dem Husten beginnt. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, sollte das Husten auf jeden Fall vertagt werden."
Blühender Blödsinn, was da die Rumänin Aglaya Veteranyi schreibt? Zumindest gehört es in die Rubriken "Pop, Trash und Artverwandtes", aus denen sich die neueste Nummer der Literaturzeitung Laufschrift zusammensetzt, die sich denn auch ganz trotzig diesmal als "Overground Magazin" zu erkennen gibt.
Die Herausgeber [...] behaupten nämlich, daß das, was vor einigen Jahren in den Underground-Clubs begann, nämlich die Annäherung von Pop-Kultur und Literatur, mittlerweile zum gemeinsamen Nenner in der aktuellen Literaturszene geworden ist. [...] Dabei handele es sich um ironische, gebrochene und verspielte Kurztexte aus der Welt des Banalen und Lächerlichen, die zwar ernsthafte Themen anpackten, aber eines nicht wollen: "Die Inflation der Betroffenheit beschleunigen."
Laufschrift Nr. 7 will mit seiner Textauswahl dem Blick folgen, mit dem Autoren aus dem Kontext einer erwachsen gewordenen Underground-Kultur die Gegenwart spiegeln.
Nürnberger Nachrichten, Dienstag, 5. Januar 1999